11.09.2003 / Westfälische Rundschau - LOKALAUSGABE / DORTMUND
Zuckersüße Hafenwelle mundete der Jury bestens

(jüpo) Mit 238 Exponaten sind die Ausrichter des Kunst-Wettbewerbs "Wasserwelten" überschwemmt worden. Gestern tagte die Jury. Sie tagte lange. Und sie fand erste, aber noch nicht alle Sieger.
Endlich mal hatte Dortmund nah am Wasser gebaut. "An Bewohner der Brandungszone" richtete sich der von der Arbeiterwohlfahrt ausgelobte Wettbewerb. Gesucht wurden gemalte, fotographierte oder auch akustisch und multimedial in Szene gesetzte Arbeiten zu Themen, die mit Flüssen, Häfen, Kanälen oder Badewannen zu tun haben. Kindergartengruppen beteiligten sich ebenso wie gestandene Künstler und Handwerker.
Zu letzteren zählt der Nordstadt-Bäcker Böhmer, der einen Sonderpreis für das leckerste Exponat einheimste. Die "Hafenwelle", ein Gebäck in eleganter Bootsform, mundete der Jury.Als Preisträger in der Kategorie Musik wurde der Ruhrgebietschor "Hömma" benannt. Er hatte den Song "Mitm Moped nam Kanal" eingereicht. In der Kategorie Skulptur setzte sich die Kindergruppe "Offenes Atelier" des Dietrich-Keuning-Hauses durch, die einen riesigen maritimen Guckkasten entworfen hatte. Die Fotopreise gingen Patricia Janicki, Gesche Würfel und Bert Haslik. Letzterer hatte seine gesamte Wohngemeinschaft unter Wasser fotografiert. Noch offen war gestern, wer den Preis für die beste Wasser-Vision oder das eindrucksvollste Video erhalten wird.
Alle Arbeiten sollen im Oktober im Schiff der Paulus-Kirche an der Schützenstraße ausgestellt werden. Am 13. Oktober findet die Siegerehrung statt, natürlichg auf dem Wasser, bei einem Kanalausflug mit der Santa Monika.