Die DASA-Stahlhalle kochte beim 5. Festival der Stimmen


10.05.2004 / LOKALAUSGABE / DORTMUND NW


Dorstfeld . (-y) Der MGV Dorstfeld präsentierte in der Stahlhalle der DASA in bewährter Zusammenarbeit sein fünftes großes Festival der Stimmen, einmal mehr ein wahrer Volltreffer origineller ausgewählter Programmgestaltung.

Im ausverkauften Auditorium maximum konnte Vorsitzender Günter Kahl prominente Ehrengäste begrüßen, von denen er besonders den Initiator der DASA-Konzerte, Bezirksvorsteher Ulrich Krüger, hervorhob. Mit der Auswahl der mitwirkenden Chöre bewiesen die Dorstfelder Organisatoren eine glückliche Hand. Bewies der MGV Dorstfeld als Gastgeber seine klassischen Qualitäten, bescherte das Ensemble Schellack & Co. modisch-nostalgisch und musikalisch authentisch "verschmuste" Unterhaltungsliteratur der 20er- und 40er-Jahre.

Der Gospelchor Good News bewegte sich modern auf "Wolke 7" im A-capella-Sound und nach dem Motto " Dorstfeld , wie es singt und lacht", zelebrierte der gemischte Chor "Hömma" umwerfend die "Stimme des Ruhrgebiets". Insgesamt eine begeisternde Mischung kontrastreicher Chorarbeit in werbeträchtiger Konzeption. #11Dirigiert von Martin Martmölller schufen die Gastgeber den stimmungsvollen Einstieg und brachten mit "Come together" (Schmoll) oder "Über den Wolken" (Mey/Gunwald) aktuelles Männerchor-Liedgut in klanglich-harmonischer Schöngestaltung zu Gehör. Das lebendige Dirigat Martmöllers riss die Sänger dann auch im romantischen "Der Wanderer" oder "Conquest of Paradise" mit, um schließlich mit dem Querschnitt "My fair Lady" zu einem chorischen Höhepunkt zu gelangen.

"Hömma" war der Clou

Unter der Leitung von Heiko Waldhaus hinterließ der junge Hombrucher Gospelchor "Good News" einen nachhaltigen Eindruck, denn weitgehend a capella vorgetragen, gefielen die gemäßigt und in harmonischen Sätzen dynamisch wohl geformten Gotteshymnen durch Leidenschaft. Mondän und charmant zugleich boten die 14 Damen und Herren des Ensembles "Schellack & Co." (Ardelan Jannati) nostalgische Kostbarkeiten der 20er- und 40er-Jahre in reizvollen Arrangements. Regelrecht verschmust verblüffte die Frage: "Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst?"

Die Darbietungen der Gruppe "Hömma" mit Chorleiter Martin F. Risse wurde zum Clou des Festivals. Umwerfend mit der Stimme des Ruhrgebiets tendierend, war humorvolle Fröhlichkeit in möglichen und unmöglichen Text- und Musik-Auslegungen der Lacherfolg dieses Konzertes.